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Publikationen

Kinder- und Jugendtheaterzentrum:
Aufgaben und Aktivitäten 2016.
Tätigkeitsbericht des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der BRD
Frankfurt (Main): Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland 2017. 47 Seiten

Verbindungen schaffen

 

Das Kinder- und Jugendtheaterzentrum versteht sich als bundeszentraler und bundesweit wirksamer Diskurs-Anreger und Impulsgeber im Theater für junges Publikum und als fachliche Autorität in Fragen des Kinder- und Jugendtheaters. Kooperation, Kollaboration und Koproduktion sind seine wesentlichen Arbeitsprinzipien. Denn erst die partnerschaftliche Zusammenarbeit und Vernetzung mit den Akteuren der Theaterpraxis vor Ort wird den Anforderungen an das Wirken einer bundesweit tätigen Einrichtung gerecht. 

So wie in allen Bereichen der Jugendhilfe geschieht auch in der Kulturellen Bildung die entscheidende Arbeit für Kinder und Jugendliche dort, wo sie leben und aufwachsen. Genauso wie auch Theater zuerst für das Publikum ihrer Stadt oder ihrer Region arbeiten. Mit vernetztem und kollaborativem Handeln nähert sich das KJTZ in seinen Projekten dieser Praxis immer wieder aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven

Ob zwischen dem Festival „Starke Stücke“ und unserer Übersetzerwerkstatt „Transfer“, ob zwischen dem Theater der jungen Welt in Leipzig und dem 7. Deutschen Kinder Theater Fest oder ob zwischen dem Nationaltheater Mannheim sowie dem internationalen Festival und Kongress „Happy New Ears“, die vielfältigen Kooperationen des Zentrums mit Partnern waren auch 2016 lebendiger Ausdrucks des vernetzten Arbeitsprinzips des KJTZ.

Wichtigster Kooperationspartnerin des KJTZ ist aber wohl die ASSITEJ e.V. Deutschland. Der Verband der Theater für Kinder- und Jugendliche hat seit 27 Jahren die Rechtsträgerschaft für das Kinder- und Jugendtheaterzentrum übernommen und 2016 sein 50. Jubiläum gefeiert. 

Wir brauchen die ASSITEJ heute in Deutschland und weltweit als eine starke Interessenvertretung des Rechts von Kindern und Jugendlichen auf eine Theaterkunst, in der ihre Bedürfnisse und ihre Fähigkeiten im Mittelpunkt der professionellen künstlerischen und pädagogischen Arbeit stehen. 

Denn solange eine Gesellschaft gleiche Rechte zwar verspricht, aber das Recht auf Teilhabe an Bildung und Kultur noch immer nicht von allen wahrgenommen werden kann, brauchen wir Kinder- und Jugendtheater, die Zugänge zu den Darstellenden Künsten eröffnen. 

Die Notwendigkeit der Angebote dieser Theater wird inzwischen kaum noch öffentlich angezweifelt. Doch in der Verteilung der Ressourcen, in den Stadttheatern mit Vierter Sparte ebenso wie in der Arena der öffentlichen Kulturförderung für freie Darstellende Künste, ist Kinder- und Jugendtheater noch zu häufig das fünfte Rad am Wagen. 

Damit die gesellschaftliche Anerkennung des Theaters für junges Publikum nicht nur Lippenbekenntnis in Sonntagsreden und Vorworten zu Spielzeitmagazinen bleibt, sondern sich in der vollständigen Gleichstellung dieser Theater im System der öffentlichen Kulturförderung äußert, braucht es eine starke Interessenvertretung dieser Theater.

Wir sind überzeugt davon, dass sich der Verband und sein Zentrum auch in Zukunft gemeinsam, streitbar und aktiv für die Förderung und Entwicklung der Darstellenden Künste für junges Publikum engagieren werden.

Prof. Dr. Gerd Taube 

Tätigkeitsbericht 2016