shemaleup.net
xfetish.club
site-rips.club
sexvr.us

Publikationen

Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland und Deutscher Bühnenverein - Bundesverband deutscher Theater - Landesverband Nord (Hrsg.):
Werkstatt Neue Texte.
Neue dramatische Literatur für das Kindertheater. Fangauf, Henning (Red.)
Frankfurt (Main) et al: dipa-Verlag 1993. 80 Seiten
ISBN 3-9802461-7-5

Im Mai 1992 veranstaltete der deutsche Bühnenverein und das Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland in Kiel gemeinsam eine Werkstatt Neue Texte anläßlich des 18. Norddeutschen Theatertreffens. Hier wurden aktuelle Stücke für das Kindertheater von Lilly Axster, Nicholas Hause, Gerd Knappe und Christian Martin durch Schauspieler, Regisseure und Dramaturgen besprochen, erspielt und auf eine mögliche Inszenierung hinterfragt. Die Dokumentation vereint Textauszüge, Probenotizen, Abschlußgespräche und theoretische Texte der Autoren.

Der Abschluß oder Wie man Workshop-Erfahrungen sichtbar macht

Am Abend des 6. Mai, also nach drei und einem halben Tag intensiver Werkstatt-Arbeit kamen alle TeilnehmerInnen um 20.00 Uhr in dem Kulturzentrum „Räucherei“ zusammen um sich gegenseitig ein Bild über die geleistete Arbeit zu vermitteln. Keine Präsentation, erst recht keine Aufführung sollte es sein, darüber herrschte Einigkeit vom ersten Moment der Konzeption an. Dennoch: die Neugier, über die eigene Gruppe hinauszublicken, war da und auch das Bedürfnis, etwas zur Diskussion zu stellen.[...]

3.) Schattenriß von Lilly Axster

 

Mit der unmittelbaren Demonstration begann diese Arbeitsgruppe. Im Bühnenraum lagen umgestürzt ein Tisch und zwei Stühle. Aus dem Dunkel erschienen die Darstellerinnen und Darsteller, gingen aufeinander zu, aneinander vorbei, durcheinander durch. Es kam zu ersten, leichten Berührungen, Paare suchten sich. Die Gruppe igelt sich ein, eine unsichtbare Panzerung umgab sie. Plötzlich verwandelte sich diese Konstellation in ein statuarisches Bild, eine Momentaufnahme der Gruppe. Rasch löste sich auch diese Figur wieder auf. 

Es blieben „Das Mädchen“ und im Hintergrund die „Fremden Schatten“. Nun wurden die Regieanmerkungen von der Seite hereingesprochen, das Mädchen sprach die Anfangsmonologe des Stücks. Das Ende der Szene wurde markiert durch das Auftreten der Gruppe, wieder gingen die Menschen durcheinander und aufeinander zu, Passanten. Sie hielten inne, knickten ein, die Worte schienen sie getroffen zu haben, fielen zu Boden. Nun hatte jeder sein Repertoire an Bewegungen gefunden. Mit diesem spielte er eine Weile, probierte sich aus. Erneut besetzte das Mädchen wieder seinen Platz hinter dem umgeworfenen Tisch und betrachtete die sich windenden Menschen. Neben ihr nahmen die "Elternfratzen" auf dem Boden platz und begannen mit dem Dialog der ersten längeren Textpassage. Das Mädchen schwieg, die Gruppe verharrte am Rande des Geschehens in großer Konzentration und unfaßlich über das Gehörte.[...]

 

Zusammenfassung: Henning Fangauf