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Publikationen

Kirschner, Jürgen (Hrsg.):
Figurentheater im Kindertheater.
Startinformation zum Zuschauen und Mitspielen. Ehmann, Antje (Mitarb.)
Frankfurt (Main): Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland 1996. 20 Seiten
ISBN 3-930759-03-9, ISSN 1431-2131

Die Reihe " Startinformationen" bieten allen Interessierten einen schnellen Überblick zu einzelnen Gebieten des Kinder- und Jugendtheaters.
" Figurentheater im Kindertheater" gibt Anregungen zum Zuschauen und Mitspielen. Figurentheater bzw. Puppenspiel in Deutschland ist klein und komplex, kreativ und mobil, spielt offen und verdeckt mit Hand und Stock. Dieses Theater wird Kindern vorgespielt oder von ihnen selbst gemacht. Die Broschüre führt in die Thematik ein, gibt Literaturhinweise zum Spielen und Bauen und vermittelt Adressen zur Ausbildung sowie zu Organisiationen und Verbänden im In- und Ausland.

Klein und komplex

Jahrhundertelang war das Puppentheater ein Theater für Erwachsene, an dem, besonders als Volkstheater auf öffentlichen Plätzen auch Kinder teilhatten. Im Laufe des 19. Jahrhunderts etablierten sich vor allem aus ökonomischen Gründen neben dem Erwachsenenprogramm Kindervorstellungen. Erst im 20. Jahrhundert entwickelte sich das Puppentheater zum vorrangigen Medium für Kinder. Allerdings waren die Kinder eher als zahlendes Publikum gefragt sie wurden mit kindgerechten Genres wie Märchen in der herkömmlichen Dramaturgie des Theaters für Erwachsene bedient. Heute gehen manche Theatermacher mit dem Anspruch, Figurentheater als Kunst zu betreiben, wieder auf Distanz zum Kinderpublikum, doch nicht alle: " Die wirklich gelungenen Aufführungen aber kamen von den kleinen Bühnen und waren für die kleinsten Zuschauer gemacht: Sicher kein Zufall, daß beide von Puppentheatern stammten. Das Kammertheater Neubrandenburg spielte in seiner mobilen winzigen Zirkusarena Zirkus und Kinderspiel mit alten Plüschtieren, das Erfurter Theater Waidspeicher gab in " Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann?" dem Schau- und Puppenspieler Lars Frank Gelegenheit, am Stehpult mit winzigen Puppen und mimischer Wandlungsfähigkeit den Kindern die Angst vor der Angst wegzuspielen und auszureden. Kindertheater, das sein Zielpublikum noch kennt, lieferte so die ästhetisch gelungensten Beispiele auf diesem Festival." (Theater Heute, August 1993, S. 54) Nicht allein während des 2. Deutschen Kinder- und Jugendtheatertreffens in Berlin 1993 zeigt sich heutzutage, wie Kunst für Kinder auch im Figurentheater möglich wird.

" Wir können dem Kind nichts weiter anbieten als die Durchschaubarmachung der sozialen Systeme, in die es ohnehin und zwangsläufig hineinwächst." Werner Knoedgen (Knoedgen, S. 30) leitet diese Qualität des Figurentheaters vor allem daraus ab, daß neben den Spieler in dieser Theaterform die Figur aus unbelebtem Material tritt. Durch diese Konstruktion wird auf der Bühne etwas sichtbar, was beim Zusammenfallen von Rolle und Spieler nur gedacht werden kann. Das Figurentheater für Kinder hat dadurch gegenüber dem Schauspiel einen entscheidenden Vorteil. Die hinzugezogene Puppe unterliegt nicht in derselben Weise wie der menschliche Schauspieler den Bedingungen der Schwerkraft. Mit dem unbelebten Material stellt das Figurentheater die Welt auf den Kopf. Und diese Möglichkeit bildet eine Entsprechung zur Entwicklung der kindlichen Wahrnehmung. Denn diese ist auch (noch) instabil und veränderbar. Aber nicht nur die Handlungen, auch die Puppen selbst sind - anders als SchauspielerInnen - von Grund auf wandlungsfähig. So können z.B. während der Vorstellung die Puppen aus Ton im Austausch mit dem kindlichen Publikum erst modelliert werden. Auch die Verkleinerung der Maßstäbe im Figurentheater bietet eine Chance für das Kindertheater. Kleine Puppen erfordern einen überschaubaren Theaterraum und eine begrenzte Anzahl von ZuschauerInnen. So kommt Figurentheater für Kinder nicht auf dem Jahrmarkt, sondern im intimen Theaterraum zu sich selbst. Während die äußeren Gegebenheiten - auch durch Begrenzung des Publikums und der Aufführungsdauer - der Entfaltung der kindlichen Phantasie angepaßt werden müssen, bedarf die Ästhetik des Figurentheaters für Kinder nicht derselben Begrenzung. Daß Kinder in der Lage sind, die Anforderung auch komplexer Inszenierungen als Angebote aufzunehmen und zu verarbeiten, ist zuletzt für das Schauspiel für Kinder nachgewiesen worden. Dieser Nachweis gelang vor allem, weil Kinder nach der Aufführung Gelegenheit hatten, die Anregungen aus den Inszenierungen im Bühnenbildmodell mit den Figuren als Puppen nachzuspielen (Kinder im Theater).

Figurentheater- das Theater für Kinder? Hrsg. von Wolfgang Schneider und Dieter Brunner. Frankfurt/M.: Nold 1994, 78 S. Knoedgen, Werner: Figurenspiel als Kindertheater - zur Theorie einer Praxis. In: UNIMA-Almanach 1979. Hrsg. von UNIMA-Zentrum BRD und Westberlin. Frankfurt/M.: o.J., S. 23-36 Kinder im Theater. Hrsg. von Jürgen Kirschner und Kristin Wardetzky. Frankfurt/M: Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland 1993. 275 S. (Schriftenreihe der Bundesvereinigung Kultureller Jugendbildung.

Jürgen Kirschner

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