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Publikationen

Mittelstädt, Eckhard (Hrsg.):
Grimm & Grips 20.
Jahrbuch für Kinder- und Jugendtheater 2006/2007
Frankfurt (Main): ASSITEJ 2006. 430 Seiten
ISBN 3-930759-30-6, ISSN 0933-4149

Vorwort

Grimm & Grips ist das Jahrbuch für das Kinder- und Jugendtheater, herausgegeben von Eckhard Mittelstädt im Auftrag der ASSITEJ Bundesrepublik Deutschland. Es enthält die Spielpläne der Spielzeit 2006/2007 und Angaben über Personal und Struktur der professionellen Kinder- und Jugendtheater, sowie Angaben zu aktuellen Kinder- und Jugendtheaterstücken von 13 Verlagen und Informationen über Verbände und Institutionen, die in der ASSITEJ Mitglied sind. Der redaktionelle Teil wird in diesem Jahr von Manfred Jahnke verantwortet und beschäftigt sich mit dem Modell Baden-Württemberg. Der Startschuss für diese gewollte und gezielte Förderung einer Kinder- und Jugendtheaterlandschaft jährt sich in diesem Jahr zum 25. Mal. Während Manfred Jahnke in seinem Beitrag die historische Entwicklung beschreibt und dabei auch die Entwicklung der Freien Theater in Baden-Württemberg skizziert, hat sich Tristan Berger den künstlerischen IST-Zustand auf dem 11. Baden-Württembergischen Kinder- und Jugendtheatertreffen 2006 angesehen.
Über die im vergangenen Jahr erschienenen Monographien und Aufsätze zum Kinder- und Jugendtheater gibt eine kommentierte Bibliographie Auskunft. Die Statistik der Spielzeit 2004/2005 sowie ein umfangreicher Informations- und Adressenteil sind ebenfalls Bestandteile des Jahrbuchs.
„Grimm & Grips ist ein in seiner Art einmaliges Nachschlagewerk“ (Darmstädter Echo) für Kinder- und JugendtheatermacherInnen, KulturpolitikerInnen und für alle, die Interesse an der bundesdeutschen Kinder- und Jugendtheaterszene haben.

[…]erstmalig in der Geschichte der alten Bundesrepublik hatte sich ein Bundesland entschieden, in Sachen Kinder- und Jugendtheater initiativ zu werden. […] Was als Initiative der drei Landesbühnen begann, wurde […]zu einem Angebot des Landes an alle Kommunen. […]Schon 1976, mit dem Beginn seiner Intendanz an der Württembergischen Landesbühne, hatte er (Achim Thorwald) mit dem Engagement von Susanna Kartusch, vormals Dramaturgin am Kinder- und Jugendtheater Dortmund, ein Zeichen für einen verstärkten Spielbetrieb im Kinder- und Jugendtheater gesetzt und entsprechend den Spielplan ausgeweitet. Bei ersten Kontaktnahmen im Ministerium stellte sich dann heraus, dass auch Alf André in Bruchsal schon in Sachen einer verstärkten Förderung für das Kinder- und Jugendtheater vorstellig geworden war. Hinzu kam 1978 Klaus Pierwoß als neuer Intendant des Landestheaters Tübingen. Als dann 1978 auf einer Sitzung des Landesverbandes des Deutschen Bühnenvereins, dessen Vorsitzender Dr. Dr. Rettich war, Mannheim seine Absicht mitteilte, ein Kindertheater zu gründen, da wurden gleich Nägel mit Köpfen gemacht…[…]

Dass in den letzten Jahren die kommunalen Theater ein Angebot für junge Menschen entwickeln, ist eine erfreuliche Tatsache. Allerdings bleibt festzuhalten, dass dies dauerhaft nur an Häusern geschehen kann, in denen ein außergewöhnliches kulturpolitisches Engagement der Theaterleitungen gegeben ist. Kinder- und Jugendtheater als den Angelpunkt zu begreifen, um die Zukunft des Theaters in einer Gesellschaft zu sichern, in der kulturelle Traditionen und damit kulturelle Identität immer mehr an Bedeutung verlieren, hierzu sind auch Theatermenschen und Kulturpolitiker nicht immer in der Lage. In solchen Orten geht es dem Kinder- und Jugendtheater nicht gut, weil es bloßes Lippenbekenntnis bleibt. Zum Glück überwiegen aber die Orte, wo dieses kulturpolitische Engagement tiefe Spuren hinterlässt. Es ist mit Sicherheit dabei dem „Modell Baden-Württemberg“ zu verdanken, dass diese Spuren so sichtbar geworden sind.

Aus: 25 Jahre „Modell Baden-Württemberg“ von Manfred Jahnke