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Publikationen

Taube, Gerd (Hrsg.):
Kinder spielen Theater.
Methoden - Spielweisen - Strukturmodelle
Berlin: Schibri-Verlag 2007. 534 Seiten
ISBN 978-3-937895-26-0

Wo und unter welchen äußeren Rahmenbedingungen findet Theaterarbeit mit Kindern statt? Was sind die Motivationen und Ziele, Inhalte und Methoden in dieser Arbeit? Welche Kooperationen gibt es bereits? Diese und viele weitere Fragen zu wichtigen Themenkomplexen waren Ausgangspunkt des Projektes " Kinder spielen Theater. Verbesserung von Infrastrukturen in einem Feld der kulturellen Jugendbildung" . In enger Zusammenarbeit mit Partnern aus einzelnen Projektregionen werden Lösungsvorschläge für strukturelle Probleme erarbeitet, die nicht nur in den beteiligten Regionen, sondern auch anderswo anwendbar sind. Die Arbeit in den einzelnen Orten soll Impulse für die Region setzen und gleichzeitig überregional wirken.

Deshalb werden die Ergebnisse und Erfahrungen in einer Handreichung zusammengetragen und publiziert. So können die vielfältigen Anregungen und Erkenntnisse weiterwirken und allen Mut machen, die sich fortan dafür einsetzen wollen, dass Kinder Theater spielen.

Aus dem Vorwort von Gerd Taube  

Das Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland, eine Einrichtung zur Förderung des Kinder- und Jugendtheaters, arbeitet schwerpunktmäßig für die Szene des professionellen Kinder- und Jugendtheaters. Seit geraumer Zeit versuchen wir, dem Auftrag des Zentrums gemäß auch die andere Seite des Kinder- und Jugendtheaters, das Theater der Kinder und Jugendlichen selbst, stärker in den Fokus unserer Aufmerksamkeit zu rücken. Wir mussten bereits vor einigen Jahren feststellen, dass das Theater mit Kindern ein Stiefkind der Theaterpädagogik ist und dort, wo es zwar existiert, dennoch zu wenig sichtbar wird. Der Kontrast zum Theater der Jugendlichen, das zu einem festen Bestandteil der Jugendkultur geworden ist, war also nicht zu übersehen. Wir vermuteten, dass die spezielle Ästhetik, die sich im Theater der Jugendlichen herausgebildet hat, ein Grund dafür ist, dass sich diese Theaterform seit Jahren öffentlich behauptet, während das Theater für Kinder milde lächelnd wahrgenommen oder eben einfach ignoriert wird.

 Wir fanden, dass sich daran etwas ändern müsse und so konzipierten wir ein Projekt, mit dem wir vor allem die aktuellen infrastrukturellen Voraussetzungen für das Theaterspiel mit Kindern an ausgewählten Orten in Deutschland unter die Lupe nehmen wollten. Wir versicherten uns gleich zu Beginn der Unterstützung und Kooperation der in dem Feld des Theaters mit Kindern und Jugendlichen arbeitenden Bundesverbände (Bund Deutscher Amateurtheater, BAG Spiel und Theater, Bundesverband Theaterpädagogik, Bundesverband Darstellendes Spiel) und erfuhren bei der Gelegenheit, dass auch diese Verbände das Desiderat im Feld des Theaters mit Kindern festgestellt hatten. Ausgehend von diesem Befund und mit der Unterstützung der Bundesverbände haben wir dann das Projekt Kinder spielen Theater. Verbesserung von Infrastrukturen in einem Feld der kulturellen Jugendbildung von 2002 bis 2005 durchgeführt.  

Bei der Arbeit an dem Projekt kam eine große Fülle an Material zusammen, das zum Teil zur Veröffentlichung gänzlich ungeeignet ist (wie beispielsweise die transkribierten Interviews), das aber auch essentielle Beiträge zur Spezifik der Ästhetik des Theaterspiels von Kindern enthält. Zu letzteren sind die Beiträge zu der Fachtagung in Hannover „Kinder Spielen Theater“ im März 2004 zu zählen, die im Wesentlichen die Grundlage für den vierten Abschnitt in diesem Buch darstellen. Diese Tagung war insofern wichtig und wegweisend für die Theaterarbeit mit Kindern, als wir uns zum ersten Mal daran versucht haben, Bausteine zu einer Ästhetik des Theaters mit Kindern zusammenzutragen. Gemeinsam mit dem Literaturbericht im fünften Abschnitt bilden die Beiträge den aktuellen Stand der Methodendiskussion in der Theaterpädagogik mit Kindern in Deutschland recht umfassend ab.   

So ist diese Publikation mehr als eine bloße Projektdokumentation. Der Bericht zum Projekt und die notwendigen theoretisch-methodischen Hintergründe sind im ersten Abschnitt des Buches platziert und geben Auskunft über den Verlauf des Projektes und vor allem über den Verlauf der Diskurse im Projekt. Im zweiten Abschnitt sind dagegen zwei Grundsatzbeiträge über das Theater der Kinder als ästhetische Bildung und den Zusammenhang zwischen dem Theater mit Kindern und dem Theater für Kinder zusammengefasst, die den Hintergrund der Debatte über das Theaterspielen mit Kindern beleuchten. Im dritten Abschnitt befassen sich die Autorinnen vor allem mit strukturellen Überlegungen zum Theater mit Kindern. Ergänzt werden diese Reflexionen durch den Beitrag über das niederländische Modell einer Jugendtheaterschule.