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Publikationen

Wolfgang Schneider, Anna Eitzeroth (Hg.):
NEUERSCHEINUNG: PARTIZIPATION ALS PROGRAMM
Wege ins Theater für Kinder und Jugendliche
Bielefeld: [transcript] Verlag, Bielefeld Oktober 2017. 270 S.
978-3-8376-3940-7
www.transcript-verlag.de/978-3-8376-3940-7

Wie können Kinder und Jugendliche, insbesondere jene, die unter prekären Bedingungen aufwachsen, die Chance erhalten, Theater, Tanz und Performance für sich zu entdecken?

Hier setzt das Projekt "Wege ins Theater!" an, das die ASSITEJ (Internationale Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche) von 2013 bis 2017 im Rahmen des Programms "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" durchgeführt hat: Kinder und Jugendliche werden in ihrem sozialen Umfeld mit Theaterangeboten angesprochen, sie erleben und erobern die Bühne und bringen ihre Ideen ins Theater ein.

Die Beiträger*innen des Bandes machen die Praxiserfahrungen, Erkenntnisse und Fragestellungen aus dem Projekt für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich und fragen nach der jugend-, bildung- und kulturpolitischen Positionierung der Theaterkunst.

 

E-Book 26,99 ISBN 978-3-8394-3940-1

KULTURELLE TEILHABE IN DEUTSCHLAND

Der empirische Blick auf das Theaterpublikum zeigt immer auch gesamtgesellschaftliche Entwicklungen auf. In den letzten dreißig Jahren haben unter anderem demografischer Wandel und Globalisierungsprozesse zu einer enormen Ausdifferenzierung der Gesellschaft geführt, was nicht ohne Folgen für Kultureinrichtungen blieb. Theater haben ihre Funktion als Leitmedium der Gesellschaft mehr und mehr verloren (vgl. Wagner 2004) und müssen jeden Abend neu um Aufmerksamkeit auf einem diversen Freizeitmarkt und gegen andere kulturelle Praktiken, wie beispielsweise Kino und Onlinemedien, kämpfen. Auch nehmen seit den 1990er Jahren die Besucherzahlen von öffentlich geförderten Theatern in Deutschland kontinuierlich ab (vgl. Deutscher Bühnenverein 2012), wohingegen das gesamte (auch öffentlich geförderte) Angebot an Kulturveranstaltungen gewachsen ist (vgl. Glogner-Pilz/Föhl 2016). Diejenigen, die ins Theater kommen, sind empirisch durch bevölkerungsübergreifende Studien (z.B. Keuchel/Wiesand 2006) und Untersuchungen zum Publikum einzelner Theater (z.B. Tauchnitz 2000) recht gut erfasst. Solche Erkenntnisse sind in Sekundäranalysen aufgearbeitet (vgl. Föhl/Nübel 2016; Renz 2016) und erlauben eine recht gesicherte, empirische Beschreibung des typischen Publikums öffentlich geförderter Theater. In Bezug auf soziodemografische Merkmale zeichnet sich dieses insbesondere durch hohe Bildungsabschlüsse aus. Unter typischen Theaterbesucher*innen sind zudem überdurchschnittlich viele ältere Menschen und mehr Frauen als Männer (vgl. Mandel/Renz 2016). Der Anteil der Kernbesucher*innen, die neben Theatern auch regelmäßig und intensiv andere Kultursparten besuchen, liegen bei etwas 10% der Bevölkerung.