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Publikationen

Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland:
Aufgaben und Aktivitäten 2014.
Tätigkeitsbericht 2014
Frankfurt (Main): Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland 2015. 40 Seiten

Abgabe nur in einzelnen Exemplaren!

Mit dem Tätigkeitsbericht 2014, dem 25. Jubiläumsjahr, zieht das Kinder- und Jugendtheaterzentrum Bilanz über die Ergebnisse seiner Arbeit und formuliert Perspektiven und Schwerpunkte als Aufgaben für die Zukunft.

2014 Tätigkeitsbericht

Entwicklung von Themen

ZIELE

Die Themenschwerpunkte des KJTZ greifen Entwicklungen und Impulse aus der künstlerischen Praxis sowie aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft auf, die für das Kinder- und Jugendtheater und seine Zukunft wesentlich sind. Das KJTZ eröffnet Räume für den Dialog über diese Themen und entwickelt unter Beteiligung unterschiedlicher Akteure Fragestellungen und Positionierungen. Interdisziplinäre Arbeitsweisen sowie Vertreter unterschiedlicher Theaterformen und Gesellschafsbereiche werden aktiv mit einbezogen. Die Ergebnisse und Diskurse werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zur Vertiefung und Auseinandersetzung mit einem Thema und zur Implementierung der Ergebnisse sind Modellprojekte zielführend, in denen Themen ausführlich untersucht, praktisch erprobt und entwickelt werden können.

AKTIVITÄTEN UND MASSNAHMEN

Im Jubiläumsjahr 2014 wurde die 25-jährige Geschichte des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Publikation "Das Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland" dargestellt und reflektiert. Ziel der Publikation, die von Gerd Taube und Wolfgang Schneider, dem Gründungsdirektor des Zentrums, herausgegeben wurde, ist es, strategische Anregungen für die Weiterentwicklung der Förderpraxis des Kinder- und Jugendtheaterzentrums zu geben. Sie will die Leser/innen über die Entwicklung des gesamtdeutschen Kinder- und Jugendtheaters in den vergangenen 25 Jahren informieren und zeigen, wie das Zentrum diese entscheidend mitgestaltet und nachhaltig beeinflusst hat. Begleitend wurden Materialien aus 25 Jahren erschlossen und archiviert. Die Publikation wurde während der Feierstunde zum 25. Jubiläum des Zentrums am 5. Dezember 2014 in Frankfurt am Main in Anwesenheit einiger Autor/innen von den Herausgebern der Fachöffentlichkeit präsentiert.

Unter dem Titel "Step X" fand vom 4.-8. Juni 2014 im Rahmen des Festivals "Theater der Welt" ein Tanzprogramm für Kinder mit einem begleitendem Fachforum am im Schnawwl am Nationaltheater Mannheim statt. Das KJTZ beteiligte sich an der Konzeption der Fachtagung mit dem Ziel, Tanz für junges Publikum zu stärken und einen Dialog zwischen Tanzschaffenden und Kinder- und Jugendtheatermachern zu initiieren. In drei Gruppen setzten sich Beteiligte aus Theater, Tanz und Pädagogik mit den Themen Qualität, Tanzpädagogik und Tanzpraxis für Kinder auseinander.

Ziel der Entwicklung einer Europäischen Akademie des zeitgenössischen Musiktheaters für Kinder war es, Experimentierräume für Stückentwicklungs- und Produktionsprozesse zu schaffen: Ermutigung zum Risiko zeitgenössische Formen eines Musiktheaters für Kinder im Repertoirebetrieb und an vier Projekttheatern unterschiedlicher struktureller Konstellationen zu erfinden, zu erproben und zu veröffentlichen. Eine Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes wurde nicht bewilligt. Der eingereichte Antrag ist jedoch Ausgangspunkt für den weiteren Dialog über die Entwicklung einer Projektkonzeption im Sinne ihrer Breitenwirksamkeit für eine Entwicklung von Themen

Der Arbeitsbereich Theater in der Kulturellen Bildung knüpft an unterschiedlichen Projekten des Zentrums und der ASSITEJ an. In der AG Theater in der Kulturellen Bildung der ASSITEJ setzen sich Theatermacher mit Kooperationen von Bildungseinrichtungen und Theatern, mit Strategien der Ansprache von Kindern und Jugendlichen sowie mit theaterpädagogischen Profilen an Theatern auseinander. Im Mai 2014 fand die AG mit dem Titel „Think global, act local“ im Rahmen von "Hart am Wind", dem Festival der Norddeutschen Kinder- und Jugendtheater in Bremen statt, im Oktober wurde unter dem Titel "Kindertheater‘ als Kulturelle Bildung" im Rahmen des Deutschen Kindertheaterfestes in Stuttgart getagt. Praktische Impulse und Entwicklungen aus dem Programm „TheaterAutoren treffen Schule“ und dem ASSITEJ Förderprogramm "Wege ins Theater!" werden aufgegriffen und ausgewertet.

ERFAHRUNGEN UND ERKENNTNISSE

Zentral waren im Jahr 2014 einerseits der Praxisbezug und andererseits die Suche nach Formaten und Sprachen für eine Reflexion dieser Praxis.

Die Publikation war Anlass für eine Reflexion darüber, wie die Sicherung von Qualität und die künstlerische Anregung sowie Fortbildung im Kinder- und Jugendtheater in Deutschland funktioniert und welche Förderinstrumente zukünftig gebraucht werden.

Ebenso praxisbezogen zeigte sich die Projektentwicklung der Europäischen Akademie des zeitgenössischen Musiktheaters für Kinder. Hier wurde jedoch auch deutlich, dass neben den Erfordernissen der Theatermacher auch die der Förderer in die Entwicklung von Modellprojekten und Zukunftsvisionen eines zeitgenössischen Musiktheaters einbezogen werden müssen.

Ausgehend von der Frage nach Verbindungen und gegenseitigen Impulsen zwischen theaterpädagogischer Praxis mit Kindern und Jugendlichen und künstlerischen Produktionen für junges Publikum wurde in der AG Theater in der kulturellen Bildung deutlich, dass Theaterpädagogik als integraler Bestandteil der Spielplangestaltung mitgedacht wird und dass die Künstler/innen, die für junges Publikum arbeiten, sich in vielfältiger Weise in die Vermittlung ihrer Kunst und in die praktische Recherche, das Spiel, und das Experiment mit Kindern und Jugendlichen einbringen. Viele Theater erproben zudem neue Vermittlungsformate und Strategien der Ansprache von Kindern und Jugendlichen, die bisher keinen Zugang zu Theater haben.

Während der Austausch über theaterpädagogische Herangehensweisen erprobt ist und neue künstlerische Fragen im Vordergrund stehen, zeigte sich beim Fachforum "Step X – Was ist Tanz (für Kinder)?", dass die unterschiedlichen Arbeits- und Sichtweisen von Kinder- und Jugendtheatern und Tanzkünstlern erfahrbar und greifbar gemacht werden können, ein gemeinsames Vokabular und eine Diskussionskultur aber noch zu entwickeln sind.

SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die Entwicklung von Themen setzt eine multiperspektivische Annäherung an diese Themen voraus, die sowohl die Praxis als auch die Wissenschaft und Akteure der Förderlandschaft in die Konzeption von Aktivitäten und Modellprojekten einbeziehen muss.

Zugleich wird immer wieder deutlich, dass Kommunikationswege an Themenfelder angepasst werden müssen und diese unterschiedliche Herangehensweisen verlangen. Künstlerische Ausdrucksformen, die im Tanz und in der Theaterpädagogik Alltag sind, finden nur schwer einen Weg in den Arbeitsalltag des Zentrums und in die erprobten Veranstaltungs- und Publikationsformate. Hier gilt es, in einem interdisziplinären Austausch auch mit anderen Künsten die Potentiale auszuloten.

Das Zentrum reflektiert kontinuierlich auch die kulturpolitische Bedeutung seiner Aktivitäten. Die Setzung bestimmter Themen und die Veröffentlichung von Publikationen lenkt die Aufmerksamkeit der (Fach)Öffentlichkeit auf Diskurse, die sonst vielleicht unsichtbar bleiben würden. Noch stärker als bisher können Projekte diese Dimension einbeziehen, um z.B. den Tanz und das Musiktheater für junges Publikum zu stärken, dies fachlich zu begleiten und dadurch das Spektrum der darstellenden Künste, die für junge Zuschauer zugänglich sind zu erweitern und qualitativ weiter zu entwickeln.