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Publikationen

Peters, Nina Zagorski, Andrea (Hrsg.):
play young
Erzählen in Theater, Film und Literatur. Internationales Symposium zum Kindertheater 9.-11. Juli 2010
Frankfurt (Main): Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland 2010. 120 Seiten
ISBN 978-3-00-034619-4

Das Kindertheater im deutschsprachigen Raum hat ein Imageproblem. Es wird von der Theaterkritik nur am Rand wahrgenommen. Eine Auseinandersetzung über die künstlerische Qualität von Inszenierungen für Kinder wird selten öffentlich geführt oder tritt hinter theaterpädagogische und konzeptionelle Überlegungen zurück. Künstler, die im Erwachsenentheater arbeiten, arbeiten selten auch für Kinder. Schließlich ist die Wertstellung, die die Kulturpolitik dem Kindertheater beimisst, an der Höhe er Förderung ablesbar. Kulturgeschichte kann aus der Perspektive der Verteilung der öffentlichen Gelder einer Gesellschaft betrachtet werden. Denn mit den Gehältern, die Regisseure, Dramaturgen, Autoren oder Schauspieler für ihre Arbeit im Kindertheater erhalten, verhält es sich wie mit der Bemessung der Hartz-IV-Sätze, die der politischen Logik folgt: Da Kinder nur halb so groß sind wie Erwachsene, brauchen sie zum Leben auch nur " halb so viel" Geld. Tatsächlich hat die deutlich geringere Bezahlung der Künstler im Kindertheater viel dazu beitragen, dass diese Sparte dem Theater für Jugendliche, vor allem aber dem für Erwachsene, nicht auf Augenhöhe begegnen kann. Play Young. Internationales Symposium zum Kindertheater Erzählen in Theater, Film und Literatur vom 9.-11. Juli 2010 in Mülheim/Ruhr wollte eine Zäsur setzen: Drei Tage lang diskutierten Experten für Kinder über Kindertheater. Der interdisziplinäre Ansatz sah vor, unterschiedliche Vertreter aus den Bereichen Literatur, Film, Buchillustration sowie den Wissenschaften in einen Dialog mit Kindertheaterschaffenden zu bringen. So umfassend war das Kindertheater in den vergangenen Jahren in Deutschland bisher nicht reflektiert  worden. Der theoretischen Auseinandersetzung über Ästhetik, Stoffe, Dramaturgie und Rezeption gingen drei praktische Theaterlabore voraus: Die Akademie für generationsübergreifendes Sehen, initiiert vom Internationalen Theaterinstitut Zentrum Bundesrepublik Deutschland (ITI), hatte renommierte Künstler aus dem Erwachsenentheater eingeladen, erstmals das Arbeiten für Kinder zu erproben. Die Werkstattpräsentationen von Richard Maxwell und Sarah Michelson, Claudia Castellucci sowie S.E. Struck und PeterLicht gaben dem Symposium seine praktische Klammer und neuen Zündstoff für die Debatten von Play Young.